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Bickenbach

Darmstädter Str. 7, 64404 Bickenbach, Deutschland

5800 Einwohner

Bickenbach gehört zum Landkreis Darmstadt-Dieburg und bildet das nördliche Tor zur Bergstraße. Die Gemeinde hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten und lädt zur Entspannung am See ein.

Die meisten Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler von Bickenbach befinden sich im Umfeld der Darmstädter Straße und Bachgasse und sind somit leicht zu erreichen. Bickenbach war ein beliebtes Jagdrevier des Landgrafen von Hessen-Darmstadt. Vom einstigen Jagdschloss Bickenbach ist noch der große Bau erhalten und dient heute als Rathaus. Das Original des Kaisersteins, der zur Erinnerung an den Jagderfolg des Großherzogs von Toskana im Jahre 1745 errichtet wurde, kann im Bürgerhaus besichtigt werden. Eine Nachbildung steht am Ort des Geschehens, im Norden der Gemarkung und lohnt als Wanderziel. Ebenfalls im Bürgerhaus ist das Original des Judenbrunnens zu besichtigen, eine Nachbildung steht in der Bachgasse.

Am nördlichen Rand der Gemeinde lädt der 10 ha große Erlensee zum Entspannen, Baden Angeln und Vögel beobachten ein.

Geschichte:

Die Siedlungsspuren weisen bis weit in die prähistorischen Zeiten zurück. Von dem hier ansässigen Volk der Kelten stammen die Fluss- und Landschaftsbezeichnungen. Sie nannten den Bickenbacher Hausberg "Malschen" (heute Melibokus als höchste Erhebung der Nördlichen Bergstraße, 514 m).

Weitere Jahrhunderte wurden von der römischen Zivilisation geprägt. Die Zeiten der "Agri decumates" von 70 bis 251 n.Chr., als vom Limes geschützte Provinz des römischen Weltreiches, hinterließen nachhaltige Spuren. Das archäologische Singularium der Sumpfbrücke in der Bickenbacher Gemarkung "Schifflache" ist als Beispiel zu benennen.

Historisch gesichert ist, ausweislich der Urkundensammlung des Lorscher Codex, die erste schriftliche Erwähnung Bickenbachs vom 4. Mai 874. Im Zuge der fränkischen Landnahme hat wohl ein Gefolgsmann Karls des Großen namens Bico hier Besitz ergriffen und dem Ort seinen Namen verliehen.

Für die nächsten Jahrhunderte ist die Geschichte der Ansiedlung sehr eng mit dem mächtigen Reichskloster Lorsch verwoben. Ursprünglich Verwaltungsbeamte von Lorsch, emanzipierten sich seit ca. 950 n.Chr. die "Edelherren von Bickenbach" zu einem höchst reputierlichen mittelalterlichen Adelsgeschlecht, das überregionale Verdienste erwarb. Es erlosch 1486.

Die Herrschaftsverhältnisse wechselten: von der Pfalzgrafschaft zu den linksrheinischen Herren von Venningen bis zu den odenwäldischen Grafen von Erbach (seit 1556).

Am 31.12.1714 verkauften die Erbacher Grafen ihr "Juwel" an der Bergstraße an den Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt. Dieser erbaute die 1720 fertiggestellte Jagdschlossanlage als Ausgangspunkt für die in höfischen Kreisen zur Mode gewordenen Parforcejagden des 18. Jahrhunderts, hauptsächlich in der "Eberstädte Tanne" und im Jägersburger Revier.

Der Ort - seit Beginn des 19. Jahrhunderts großherzoglich-hessische Landgemeinde - hatte schwer an den Hypotheken der jüngeren deutschen Geschichte zu tragen.

Die aus dem Lorscher Raum ausstrahlende tabakverarbeitende Industrie konnte teilweise die ökonomische Misere auffangen.
Wirtschaftlich entscheidend war der ab 1846/48 erfolgte Anschluss der Gemeinde an die Eisenbahn. Bickenbach entwickelte sich zum Eisenbahnerwohnort. 1936 waren über 56 % der hiesigen Bevölkerung bei der damaligen Reichsbahn beschäftigt.

In den Jahren ab 1945 waren rund 600 Heimatvertriebene und Flüchtlinge, vornehmlich aus dem Sudetenland, aufzunehmen. Diese Mitbürgerinnen und Mitbürger haben das Antlitz und das Wesen des Ortes mitgeprägt.

Features

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Fishing

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